Studierende beim Reflektieren unterstützen

Wie können Sie Studierende bei der Portfolioarbeit unterstützen?

1. Portfolio zu Beginn einführen

Im Eingangsgespräch:

  • Portfolio kurz vorstellen
  • Funktion und Nutzen erklären
  • Erwerbssituationen und Indikatoren gemeinsam ansehen
  • Keine Angst machen: "Das ist für Sie, nicht zur Bewertung!"

Möglicher Impuls: "Schauen Sie sich die Portfoliobögen an. Welche Erwerbssituationen könnten wir hier an unserer Schule anbieten? Was interessiert Sie besonders?"


2. Reflexionsanlässe schaffen

Nach Hospitationen:

  • "Was ist Ihnen besonders aufgefallen?"
  • "Welche Fragen haben sich ergeben?"
  • "Möchten Sie das im Portfolio festhalten?"

Nach eigenen Erprobungen:

  • "Wie haben Sie sich gefühlt?"
  • "Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?"
  • "Was war Ihr größter Lernerfolg heute?"

Bei außerunterrichtlichen Aktivitäten:

  • "Was haben Sie über den Lehrerberuf gelernt?"
  • "Welche neuen Aspekte sind Ihnen bewusst geworden?"

3. Reflexionsqualität fördern

Beschreibende statt bewertende Fragen:

  • ✓ "Was genau ist passiert?" statt ✗ "War das gut?"
  • ✓ "Wie haben die Schüler reagiert?" statt ✗ "Fanden Sie das erfolgreich?"
  • ✓ "Was haben Sie dabei gedacht/gefühlt?" statt ✗ "War das richtig?"

Vom Konkreten zum Allgemeinen:

  1. Situation beschreiben
  2. Eigene Reaktion reflektieren
  3. Verknüpfung mit Theorie/Erfahrung
  4. Lerneffekt formulieren
  5. Konsequenzen ableiten

4. Portfolio als Gesprächsgrundlage nutzen

Im Zwischengespräch:

  • "Möchten Sie mir erzählen, was Sie bisher im Portfolio festgehalten haben?"
  • "Welche Situationen haben Sie besonders beschäftigt?"

Im Abschlussgespräch:

  • "Wenn Sie auf Ihr Portfolio schauen – was hat sich entwickelt?"
  • "Welche Erkenntnisse nehmen Sie mit?"

Wichtig: Nur wenn Studierende freiwillig etwas zeigen möchten!