Die Portfolioarbeit im EOP professionell begleiten
Abschlussbedingungen
Diese Lektion richtet sich an Mentor-Lehrkräfte, die Studierende bei der Portfolioarbeit im Eignungs- und Orientierungspraktikum unterstützen möchten.
Zahl der beantworteten Fragen: 4 (mindestens zu beantworten: 6)
Häufige Herausforderungen
Typische Herausforderungen bei der Portfolioarbeit
Herausforderung 1: "Ich weiß nicht, was ich schreiben soll"
Mögliche Ursachen:
- Überforderung durch zu viele Eindrücke
- Unsicherheit über Erwartungen
- Schreibhemmung
Ihre Unterstützung:
- Konkrete Impulse geben: "Beschreiben Sie eine Situation, die Sie überrascht hat"
- Strukturierung anbieten: "Fangen Sie mit Standard 1 an – was haben Sie über Schule gelernt?"
- Entlastung schaffen: "Es geht nicht um perfekte Texte, sondern um Ihre Gedanken"
- Alternativen zeigen: "Sie können auch Stichpunkte machen oder eine Mindmap zeichnen"
Herausforderung 2: "Ich habe keine Zeit für Portfolioarbeit"
Mögliche Ursachen:
- Portfolio wird als zusätzliche Belastung empfunden
- Nutzen nicht erkannt
- Zeitmanagement-Probleme
Ihre Unterstützung:
- Nutzen verdeutlichen: "Das Portfolio hilft Ihnen, Ihre Gedanken zu ordnen und für Gespräche vorbereitet zu sein"
- Integration: "Notieren Sie direkt nach Hospitationen ein paar Stichworte – das dauert 5 Minuten"
- Entlastung: "Sie müssen nicht jeden Tag etwas schreiben. Wählen Sie bedeutsame Situationen aus"
Herausforderung 3: "Muss ich die Bögen vollständig ausfüllen?"
Mögliche Ursachen:
- Portfolio wird als Pflichtaufgabe missverstanden
- Unsicherheit über Erwartungen
Ihre Unterstützung:
- Klarstellen: "Die Bögen sind Orientierung, keine Checkliste. Sie wählen aus, was für Sie wichtig ist"
- Ermutigen: "Qualität vor Quantität – lieber wenige Situationen gut reflektiert als alles oberflächlich"
- Fokus setzen: "Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie wirklich bewegt hat"
Herausforderung 4: "Ist das gut genug?"
Mögliche Ursachen:
- Unsicherheit über Qualitätskriterien
- Angst vor Bewertung
- Perfektionismus
Ihre Unterstützung:
- Bestätigen: "Es gibt kein 'richtig' oder 'falsch' bei persönlicher Reflexion"
- Entängstigen: "Das Portfolio wird nicht bewertet – es ist für Ihre Entwicklung"
- Wertschätzen: "Ich sehe, dass Sie sich ernsthaft mit Ihren Erfahrungen auseinandersetzen"